Chronik

Ende der 50er Jahre löste sich die damals bestehende
Theatergruppe in Rottau auf.

Rund ein halbes Jahrhundert später machte sich der Ballauf Hias - ein aktives Mitglied der Grassauer Bauernbühne -
Gedanken, ob in Rottau wieder ein eigenes Theaterstück aufgeführt werden könnte.
Eine wachsende Anzahl von Rottauern und gerade jene, die noch selbst gespielt hatten, waren von der Idee begeistert.
Bei den Aktiven des Trachtenvereins „d‘ Gederer“ wurde der Hias dann auch recht schnell am „Material“ fündig - spielten
die Trachtler doch so manchen Einakter beim Kirschta-Tanz.

Im Oktober 2007 setzte sich der Hias dann mit den Trachtlern zusammen und sprach über eine mögliche
Aufführung eines Dreiakters. Nach anfänglicher Skepsis war man sich am Ende aber doch einig darüber, dass eine
Theatergruppe im Trachtenverein das Dorfleben aufwerten und erfrischen würde.

So fanden im Jahr 2008 die Leseproben statt - und nach den Osterfeiertagen begannen im Messerschmied-Saal die Proben
für den Dreiakter „Jakob Hirnmoser‘s Wiedergeburt“ - unter der Regie vom Ballauf Hias. Es sollte ein Volltreffer werden...

Nach zwei Monaten harter, aber doch lustiger und vor allem erfolgreicher Probenarbeit fieberte die junge Truppe der
Premiere am 23. Mai 2008 entgegen. Zum ersten Auftritt der neuen Theaterer wurden alle ehemaligen Rottauer
Spielerinnen und Spieler eingeladen - und der damalige Spielleiter Franz Lackerschmid freute sich wie seine einstigen
Kollegen sehr über die Einladung. Er honorierte den Auftritt im Anschluß mit den Worten „Guad is g‘wen!“

Trotz des schönen Wetters waren alle drei Aufführungen sehr gut besucht - so dass man beschloss, die Tradition des Rottauer
Theaterspiels weiterzuführen; man einigte sich darauf, künftig alle zwei Jahre einen Dreiakter zu spielen.

Im Jahre 2010 konnten sich die Theaterer den großen Wunsch nach einer eigenen Kulisse erfüllen. Sehr viele Rottauer
Handwerksbetriebe stifteten hierzu das notwendige Baumaterial - und unter engagierter Anleitung von Toni Gnadl jun.
und Martin Winklmair jun. wurde die neue Kulisse mit viel Fleiß und Ehrgeiz pünktlich fertig - zum Probenstart im Mai für den Dreiakter „Die Falsche im Arm“.

Die Aufführungen waren allesamt sehr gut besucht, das Publikum zeigte sich beeindruckt und dankte dem
Werk „aller Rottauer“ mit viel Applaus.

Anlässlich des 100-jährigen Wirtshausjubiläums vom Messerschmied spielten die Rottauer Theaterer im November 2010
den Einakter „Fräulein, a Mass !“.

Im Jahr 2012 war dann im September der Start in die heiße Phase. 
Wie vorher in einer Spielerversammlung beschlossen, zogen wir die Proben und die Aufführungen in 5-6 Wochen durch. Das war zwar sehr stressig, aber alle Beteiligten waren voll bei der Sache.

So blickten wir ganz aufgeregt der Premiere zum Stück „Diplom – Bauernhof“ am Samstag, 20.10.2010 im Messerschmied – Saal entgegen. Am zweiten Spieltermin haben wir den Beginn auf 18h verlegt, den sehr viele ältere Bürger aus Rottau und Umgebung nachgingen. Nach diesen Erfolg wurde beschlossen, immer einen Termin auf diese Zeit zu legen, um auch diesen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ins Theater zu gehen.

Der Besuch und das Echo auf unser Stück übertraf alle Erwartungen. Ein dickes Lob erhielten vor allem unsere zwei Neuzugänge Martina Lermer und Uli Stosch. Ein genau so großer Dank galt Brigitte Straßer, die erstmals Regie führte, weil Spielleiter Hias Ballauf eine Rolle als Spieler übernahm.

Ja, nach diesem insgesamt 3.Stück sind die noch junge Truppe der Rottauer Theaterer zu einem festen Bestandteil im Rottauer Vereinsleben geworden. Auch immer mehr Feriengäste legen ein freies Wochenende so, daß sie eine der Aufführungen besuchen können. Wir freuen uns schon auf 2014…

…und da waren „überall san d´Weiber“. Einen Dreiakter von Marianne Santl. Wie man beim Namen des Stück´s schon erahnen kann, spielte diesmal das weibliche Geschlecht die Hauptrolle. Zum Schluss aber schlugen sich die Männer wacker und stellten die alte Hirachie wieder her.

Auch konnten wir 2014 einen neues Mitglied in unserer kleinen, aber feinen Truppe präsentieren. Martin Färbinger spielte die Rolle als Liebhaber Rudi von Bäckermeister-Tochter Susi ( Martina Lermer) sehr überzeugend.

Alle Spieltermine waren sehr gut besucht und wurden den Akteuren mit viel Applaus gedankt.

Sehr stolz macht mich als Schreiber dieser Chronik, der Zusammenhalt in der Gruppe, bei der jeder einzelne mehrere Aufgaben übernehmen muß.

Auf auf, 2016…

…und das sollte eine sehr erfolgreiche Saison werden. Schon bei der
Leseprobe im Januar hatten wir einen Riesen-Spaß. Danach waren wir
uns einig, wenn wir das so rüberbringen, „wie´s im Buche steht“,
wird’s lustig. Auch hatten wir wieder zwei neue Mitspieler gefunden,
Gerti Hofmann aus Rottau uns Sebastian Weingartner aus Bernau,
der mit seiner ruhigen und unverblümten Art sehr gut ankam.

Also, hama gsagt, dann pack mas 2016 mit dem Dreiakter
„Brautschau im Irrenhaus“ umgewandelt von Spielleiter und
Regisseur Hias Ballauf in einen Zweiakter. Wir legten den
1. und 2. Akt zusammen, machten dann dafür eine größere Pause,
was beim Publikum sehr gut angenommen wurde.

Nach der, wie immer kurzen, aber sehr intensiven Probenzeit vom
1. September bis zur Premiere am 14. Oktober verging die Zeit wie im
Flug. Vier Spiel-Termine hatten wir uns wieder vorgenommen. Und
nachdem die Premiere, wie auch die Jahre zuvor halbvoll war, waren
wir schon der Meinung, es sollte auch bei den vier Terminen bleiben.
Aber, wir haben die Rechnung ohne das Publikum gemacht.              
Die folgenden drei Vorstellungen war fast ausverkauft und auch beim
fünften Abend war der Saal voll. Am Ende waren sich alle Besucher
einig, was an allen Abenden geboten wurde, war das beste, was die
Rottauer Theaterer seit ihrer Gründung 2008 gespielt haben, ohne die Leistung
der letzten Jahre zu schmälern.

Gut angenommen wurde auch der Kartenverkauf mit Tischreservierung.
Mit stoischer Ruhe meisterte Kathi Stettner den großen Aufwand.
Nachdem wir ja alle zwei Jahre spielen, werden wir
jetzt „drei“ Jahre pausieren, da 2018 in Rottau das Gaufest ansteht.